Es gibt niemanden, der nicht ißt und trinkt, aber nur wenige, die den Geschmack zu schätzen wissen. (Konfuzius)

Die geschützte Ursprungsbezeichnung g. U. – in Italienisch DOP – entstand 1992 mit der Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 der Europäischen Gemeinschaft. Laut dieser Verordnung versteht man unter dem Begriff Ursprungsbezeichnung den Namen eines genau definierten Ortes, der dank seiner Besonderheiten unlösbar mit dem Produktionsprozess eines bestimmten Lebensmittels oder landwirtschaftlichen Produkts in Verbindung steht. In anderen Worten bedeutet dies, dass die organoleptischen Eigenschaften eines g. U.-Produkts ausschließlich aus dem Produktionsgebiet mitsamt seinen natürlichen und menschlichen Faktoren stammen. Die geschützte Ursprungsbezeichnung zählt somit in Sachen Verbraucherschutz zu den strengsten Auszeichnungen der Europäischen Gemeinschaft. Ihr Siegel auf den Produkten garantiert nämlich eine Reihe von Voraussetzungen von unschätzbarem Wert für die Qualität der Nahrungsmittel, die auf Ihren Tisch kommen.

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Zuverlässigkeit
Sämtliche g. U.-Produkte werden streng von einem Regelwerk gemäß den italienischen Gesetzen und EU-Vorschriften geregelt.

Rückverfolgbarkeit
Sämtliche g. U.-Produkte dürfen ausschließlich in ihrem Herkunftsgebiet und mit zertifizierten und rückverfolgbaren Zutaten aus diesem Gebiet produziert werden.

Tradition
Die Einhaltung von streng traditionellen Produktionsnormen und handwerklichen Herstellungsmethoden zum Schutz der Einzigartigkeit des Produkts sind unverzichtbare Elemente, um die Qualität und Unverfälschtheit der g. U.-Produkte zu garantieren.

Verbindung zum Herkunftsgebiet
Die Anwendung von traditionellen Methoden und die besonderen geologischen, agronomischen und klimatischen Eigenschaften eines jeden Herkunftgebiets sind absolut unabdingbare Punkte für den Erhalt der g. U-Auszeichnung.

Der Parmaschinken mit seinen 150 Produzenten des Konsortiums und seinen strengen Regeln für die Produktion kann sich der begehrten g. U.-Auszeichnung rühmen und darf somit nur in seinem typischen Herkunftsgebiet produziert und verarbeitet werden. Dabei handelt es sich um ein äußerst begrenztes Gebiet in der Provinz Parma, das sich fünf Kilometer südlich der Via Emilia bis auf einer Meereshöhe von 900 Metern erstreckt und im Osten vom Fluss Enza, im Westen vom Stirone begrenzt wird. Nur hier zwischen den unberührten Hügeln der Provinz Parma findet man nämlich optimale klimatische Voraussetzungen für die Trocknung und die natürliche Reifung, die dem echten und wahren Parmaschinken seine Geschmeidigkeit und den einzigartigen und unnachahmlichen Geschmack verleihen.

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